KFZ-Kennzeichen in Deutschland

kurzzeitkennzeichenWer von uns hat sich nicht schon die Frage gestellt, was das für Nummernschilder sind? Auf Deutschlands Straßen sind noch viel mehr verschiedene Nummernschilder zu sehen als nur die üblichen weißen Schilder mit schwarzer Schrift. Es gibt die sogenannten „roten Schilder“, grüne Kennzeichen, Kurzzeitkennzeichen und viele mehr. Zeit, hier bei Tuningmodelle.de Licht in den Kennzeichen-Dschungel zu bringen. Wir stellen euch hier die bekanntesten und wichtigsten Kennzeichentypen vor.

KFZ-Kennzeichen haben eine lange Tradition in Deutschland. Seit Beginn der Massen-Motorisierung dienen sie der Identifizierung von Fahrzeugen im Straßenverkehr. Das erste Nummernschild wurde 1896 an einem Automobil angebracht. Das war im Südwesten Deutschlands, in Baden.

Seither hat sich viel getan und das anfängliche Kennzeichensystem von 1907 wurde aufgrund steigender Zulassungszahlen im Jahr 1956 reformiert und seither mehrfach angepasst und verfeinert.

Die wichtigsten Kennzeichentypen, die man kennen sollte sind heute:

  • Das normale Standardkennzeichen
  • Das Kfz-Kennzeichen, wie wir es heute kennen, besteht im wesentlichen aus zwei Teilen – dem Unterscheidungszeichen und der Erkennungsnummer. Ersteres besteht aus maximal drei Buchstaben und steht für den Verwaltungsbezirk der Zulassungsbehörde. Die Erkennungsnummer hingegen kann aus bis zwei Buchstaben und bis zu vier Ziffern bestehen und kann grundsätzlich bis auf ein paar unerwünschte Erkennungsnummern frei gewählt werden (Wunschkennzeichen, Aufpreispflichtig). Die Schilder sind max. 520 mm breit und 110 mm hoch und werden mit der FE-Schrift geprägt, die schwer zu fälschen ist. Kennzeichnend für die Nummernschilder ist die schwarze Schrift auf weißem Grund mit schwarzem Rand.

  • Kurzzeitkennzeichen
  • Das Kurzzeitkennzeichen hat einen sehr engen Anwendungsbereich. Es dient ausschließlich für Probefahrten oder Überführungsfahrten, sowie Fahrten zum TÜV.

  • Saisonkennzeichen
  • Saisonkennzeichen erkennt man an den Angaben zum Gültigkeitszeitraum hinter der Erkennungsnummer. Farblich sehen sie aus wie normale Standardkennzeichen. Der Vorteil von Saisonkennzeichen ist die flexible Zulassung von Fahrzeugen in einem frei wählbaren Zeitraum von 2 bis 11 Monaten. Damit ist es das Kennzeichen der Wahl bei Cabrios und „Schönwetterfahrzeugen“.

  • Wechselkennzeichen
  • Das ist mal was neues: Das Wechselkennzeichen gibt es erst seit dem 1. Juli 2012. Anwendungsfall: mit einem einzigen Kennzeichen können zwei Fahrzeuge zugelassen werden, die allerdings der gleichen Fahrzeugklasse angehören müssen und nicht zeitgleich bewegt werden dürfen. Der Anwendungsbereich dürfte wohl aber recht eng sein, zumal die zu erwartenden Kosten-Einsparungen nicht sehr hoch sein dürften.

  • „Oldtimerkennzeichen“
  • Das sicherlich bekannteste Sonderzeichen ist das Kennzeichen historischer Fahrzeuge auch als H-Kennzeichen bekannt ist. Es endet mit dem markanten „H“ nach dem Erkennungszeichen und wird für Kraftfahrzeuge vergeben, die mindestens 30 Jahre alt sind, also in diesem Sinne Oldtimer. Steuer- und Versicherungs-Vorteile dürften Oldtimer-Besitzern Freude bereiten, ebenso wie die Tatsache, dass die Feinstaubregelungen nicht für Oldtimer gelten.

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