VW Bulli – The New Generation

Eine Legende kehrt zurück

Der zweite zivile Volkswagen nach dem Käfer hört auf den Namen „Bulli“. 1948 erblickte der Prototyp das Licht der Welt, um dann zwei Jahre später in Serienfertigung zu gehen. Als Kleinbus, Kasten- oder Pritschenwagen überzeugt der VW Transporter Generation um Generation von seiner Vielseitigkeit und seinem Charme.
Die Idee hinter dem VW-Urgestein wird dem niederländischen VW-Importeur Ben Pon senior zugeschrieben: Angeregt durch die damals auf dem VW-Werksgelände kursierenden umgebauten VW-Käfer-Fahrgestelle mit Holzplatten als Ladeflächen kam ihm der Gedanke zum Bulli.

Der Name ist Trumpf

Die hinter dem niedlichen Namen häufig vermutete Kurzform von „Bus“ und „Lieferwagen“ ist nicht korrekt. Vielmehr lieferte das rundliche, eben bullige, Ebenbild der Autofront die Anregung zum charakteristischen Namen, der zunächst werksintern gebraucht wurde und schließlich die Öffentlichkeit eroberte. Offiziell wurde der Name erst 2007 legitimiert, da erst dann die Namensrechte von einer anderen Fahrzeugfirma anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des VW-Verkaufsschlagers abgetreten wurden.

Der Neue auf dem Vormarsch

Seit seiner Geburt wurde der Bulli mehrfach modifiziert (T1-5); dabei blieb eines immer gleich, sein Image der Praxisnähe und Zuverlässigkeit. Nicht umsonst diente er der Öffentlichkeit als Polizei-Einsatzfahrzeug oder Krankentransporter.
Auf dem Genfer Autosalon im vergangenen März präsentierte VW nun seinen New Bulli. Der Da der Micro-Van großen Applaus beim Publikum erntete soll er nun 2015 in Serie gehen. Angesichts der Ankündigung, dass Bulli der neuen Generation ab 22.000 Euro erhältlich sein wird, liegt die Vermutung nahe, dass man das Image des Kultautos mitbezahlt. Ähnlich wie beim BMW-Mini setzt er auf sein Trendsetter-Image, denn cool ist, wer Bewährtes neu in Szene setzt.

Kult meets Nachhaltigkeit

Bemerkenswert ist, dass das altbewährte lediglich die 50er-Jahre-Optik des Kompakt-Vans mit seiner Zweifarbenlackierung betrifft, neu ist nämlich sein Antrieb: Ein vor der Vorderachse montierter Elektromotor bietet einen Frontantrieb mit 85 kW / 115 PS Leistung und 270 Newtonmeter Drehmoment. Bei 140 km/h ist wie bei vielen Elektroautos zwar Schluss, aber eine versprochene Reichweite von bis zu 300 km spricht für sich.
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